DDT: Schweizer Erfindung mit bewegter Geschichte
DDT-Spray-Aktion gegen Mücken in Miami, Florida, um 1948.
Ein Wundermittel gegen Insekten war es, das weisse Pulver, das der Chemiker Paul Müller 1939 in seinem Labor bei der Geigy AG in Basel entwickelte: die Verbindung DDT, Dichlor-Diphenyl-Trichlor-Ethan. Die Fliegen in Müllers Experimenten starben sofort, wenn sie mit dem Stoff nur schon in Berührung kamen.
Als Universal-Insektizid entwickelt, fand DDT jedoch schon bald Anwendung im Kampf gegen die Malaria: Alliierte im zweiten Weltkrieg setzten es ein gegen die Malaria-Mücken. Jeder Soldat erhielt seine Ration DDT, um sich gegen die Krankheit Malaria zu schützen, die bei den Truppen in Südostasien mehr Todesopfer forderte als der Kampf.
Vom Wundermittel zum Umweltgift
Nach dem Krieg, 1948, erhielt Paul Müller für seine Entdeckung den Medizin-Nobelpreis. Die Erfolgsgeschichte seines Wundermittels ging weiter: In Europa und Australien wurde die Malaria in den folgenden Jahren dank DDT ausgerottet.
In 1960er Jahren stellte man dann allerdings fest: DDT vergiftet die Umwelt und die Menschen. Spuren des Mittels wurden in der Muttermilch der Frauen und bei Tieren nachgewiesen, worauf DDT in vielen Ländern verboten wurde. Seit dem Inkrafttreten der Stockholmer Konvention im Jahr 2004 ist DDT weltweit verboten.
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