Tropen-Experte: «Malaria-Spenden sind äussserst wirksam»
Christian Lengeler ist Professor am Schweizer Tropeninstitut in Basel.
Christian Lengeler ist schon zweimal selber an Malaria erkrankt: «Das erste Mal war nicht schlimm, ich hatte nur leichte Grippesymptome, die mit Medikamenten kuriert werden konnten. Das zweite Mal hätte ich sterben können, wenn ich nicht behandelt worden wäre.»
Als Professor am Schweizerischen Tropeninstitut in Basel weiss Lengeler: «Malaria ist nicht schwer zu behandeln, wenn man schnell reagiert.» Doch genau die schnelle Behandlung ist das Problem.
Afrika leidet am stärksten unter der Malaria
In den ärmeren Regionen der Welt ist die schnelle Behandlung nicht möglich, weil das Geld fehlt. Für die meisten Kranken in Afrika sind Medikamente zu teuer und die Versorgung im Land ist schlecht.
Dazu kommt, dass die Übertragung der Malaria in Afrika schon rein biologisch am besten «funktioniert»: Mücken werden in Afrika wegen des Klimas älter als an anderen Orten. Um die Krankheit zu übertragen, muss eine Mücke mindestens zehn Tage leben; so lange braucht der Parasit nämlich, um sich in der Mücke zu entwickeln. An vielen Orten auf der Welt erreicht eine Mücke im Durchschnitt nur eine Lebensdauer von einer Woche, Mücken in Afrika leben aber häufig zwei bis drei Wochen.
Schon ein kleiner Beitrag hilft viel
Spenden gegen die Malaria sind gut investiertes Geld, ist Christian Lengeler überzeugt: «Schon mit einem kleinen Betrag kann man einen Krankheitsfall verhindern.» Das wirksamste Mittel gegen Malaria sei, Kinder mit Moskitonetzen zu schützen, und ein Moskitonetz koste gerade mal sieben Franken.
Spenden für den Kampf gegen die Malaria unterstützen ausserdem auch die Volkswirtschaft in den ärmsten Ländern: Experten schätzen, dass allein die Malaria in betroffenen Ländern das Bruttosozialprodukt um 1,3 Prozent reduziert.
10 gute Gründe für eine Spende findet Ihr ausserdem hier.






