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  • Forschung: Die Suche nach dem Impfstoff:

Letztes Update: Mittwoch, 2.12.2009

Der Malaria-Impfstoff kommt vielleicht bald

Schweizer Forscher versuchen schon lange, dem Malaria-Parasiten mit einer Impfung das Handwerk zu legen. Marcel Tanner vom Schweizerischen Tropeninstitut erklärt, an welche Grenzen die Wissenschaft dabei stösst.

Zwei von drei Kindern könnten bald dank einem neuen Impfstoff gegen Malaria geschützt werden.

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Bis heute gibt es keine wirksame Impfung gegen Malaria. Der Malaria-Parasit ist viel komplizierter als viele Viren oder Bakterien. Er ist ein Verwandlungskünstler, ändert immer wieder seine Form. Dies macht es besonders schwierig, einen Impfstoff zu finden.

Schweizer Forscher versuchen aber genau dies seit Jahrzehnten. Marcel Tanner etwa, der Direktor des Schweizerischen Tropeninstituts in Basel, führte als erster vor 15 Jahren einen Impfversuch in Afrika durch. Das Hauptproblem, das sich bei diesem Versuch offenbarte: die kleinen Kinder sind am stärksten von Malaria betroffen, und ausgerechnet sie können nicht wirksam geimpft werden. Ein kleines Kind im ersten Lebensjahr ist sein Abwehrsystem noch am Aufbauen - damit eine Impfung wirkt, braucht es aber ein voll funktionsfähiges Abwehrsystem.

Zwei Drittel könnten geschützt werden
Möglicherweise liegt aber bald ein wirksamer Impfstoff vor: In den nächsten Monaten werden 16'000 Kleinkinder an elf verschiedenen Orten in Afrika versuchsweise mit einem neuen Wirkstoff geimpft. Dies ist bis dato die grösste klinische Versuchsreihe, und wenn sie optimal läuft, könnte dieser Impfstoff ab 2012 zugelassen werden. Zwar würde er  gemäss Einschätzung der Forscher nicht alle Kinder schützen, aber immerhin etwa zwei Drittel. Kombiniert mit der Anwendung von Moskitonetzen und einer besseren medizinischen Versorgung in Afrika könnte dies beträchtliche Fortschritte bringen im Kampf gegen die Malaria.

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DRS 3-Redaktor Stephan Lütolf im Interview mit Marcel Tanner:
Hören (3:50)

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