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31.05.2010

Film-Tipp: Clown im Hirn

Florian David Fitz kennt man aus der RTL-Arztserie «Doctor's Diary» oder der Kinokomödie «Männerherzen». Nun hat der 35-Jährige das Drehbuch zu «Vincent will Meer» geschrieben und auch gleich die Hauptrolle übernommen.

Ausgerissen: Marie (Karoline Herfurth), Vincent (Florian David Fitz) und Alexander (Johannes Allmayer). (Pathé Films)

«Ich hab einen Clown im Kopf, der mir zwischen die Synapsen scheisst.» So beschreibt Vincent (Florian David Fitz) sein Tourette-Syndrom, das ihn zu unkontrollierten Zuckungen und Flüchen zwingt.

Nach dem Tod der Mutter liefert ihn sein Vater (Heino Ferch) in ein Heim ein. Dort muss er das Zimmer mit dem Zwangsneurotiker Alexander (Johannes Allmayer) teilen. Nun ist Vincent doppelt gefangen: zum einen in seinen Ticks, zum andern in einem Haus voller psychisch Kranker.

Trip ans Meer
Doch Vincent lässt sich nicht abschieben. Zusammen mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth) und Alexander klaut er das Auto seiner Ärztin (Katharina Müller-Elmau), um ans Meer zu fahren.

Vincent will nach Italien, nach San Vincente, weil seine Eltern dort einst glücklich waren und der Ort sein Namensgeber ist. Aber die Flucht gestaltet sich schwierig, da sein Vater ihm die Kreditkarte gesperrt hat.

Schmissiges Roadmovie
«Vincent will Meer» ist ein sehr unterhaltsames Roadmovie. Regisseur Ralf Huettner führt die drei flüchtigen Patienten nie als Freaks vor, sondern zeigt sie als Menschen auf der Suche nach sich selber.

Das wirkt sehr sympathisch, zumal das schmissige Drehbuch nicht bierernst, sondern mit viel Witz und Ironie gespickt ist. «Vincent will Meer» hat alles, was es für einen Kinohit braucht. (rb)

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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