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Mittwoch, 14.3.2012

Gewalt begleitet Panettas Besuch in Afghanistan

Der Amoklauf eines US-Soldaten schürt in Afghanistan die Wut über die US-Truppen im Land. Die Tat überschattet auch den Besuch des US-Verteidigungsministers. Bei zwei neuen Anschlägen in der Region starben unterdessen mindestens neun Menschen.

Leon Panetta. (Reuters)

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US-Verteidigungsminister Leon Panetta ist zu einem zweitägigen Besuch in Afghanistan eingetroffen. Er traf sich im Süden des Landes zunächst mit US-Soldaten. Aus afghanischen Regierungskreisen verlautete, Panetta werde auch mit Präsident Hamid Karzai zusammentreffen.

Amoklauf schürt neue Wut
Der Besuch war Medienberichten zufolge bereits seit längerem geplant. Er wird nun aber von dem Amoklauf eines US-Soldaten am vergangenen Wochenende überschattet. Ein US-Soldat hatte am Sonntag 16 Zivilisten getötet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.

Der Vorfall schürte neue Wut gegen die US-Truppen im Land. In mehreren Städten kam es zu Protesten, bei denen die Demonstranten «Tod für Amerika» riefen. Sie forderten - ebenso wie zuvor schon das afghanische Parlament - den Amokläufer vor ein Gericht in Afghanistan zu stellen.

Zwei Anschläge im Süden
Während Panettas Besuch kam es zu neuen Gewalttaten im unruhigen Süden des Landes. In der Provinz Helmand starben nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens acht Afghanen, als ihr Fahrzeug in eine Sprengfalle geriet. Bei einem Anschlag in der Stadt Kandahar war zuvor ein afghanischer Geheimdienstmitarbeiter getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. (ank, dpa/reuters)

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Dossier, Letztes Update: Montag, 12.3.2012

Afghanistan: Krisenherd am Hindukusch

In Afghanistan haben die USA und weitere Nato-Staaten auch zehn Jahre nach der US-Invasion noch zehntausende Soldaten stationiert. Trotzdem ist es den Friedenstruppen bisher nicht gelungen, das Land zu stabilisieren. Afghanistan gehört immer noch zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, Gewalt und Taliban-Angriffe ebben nicht ab.

Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


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