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Pop-Geschichten: Rap-Pioniere

Die beste Geschichte der Schweizer Rap-Pioniere steckt hinter «Vollkontakt» von Dynamic Duo. Mit fast 60 Prozent der Stimmen lassen sie ihre Konkurrenten weit hinter sich. Doch auch sie sind daran beteiligt, dass der HipHop in der Schweiz ankam.

Rapper Black Tiger presste zusammen mit der Band P-27 als erster Schweizer seine Reime in Mundart auf Platte. Sens Unik bewiesen, dass Rap auch auf Französisch gut klingt. Primitive Lyrics und Sendak gehörten zu den ersten, die Rap mit Live-Instrumenten zum tönen brachten.

Dynamic Duo setzten der Gründerzeit des Schweizer Rap die Krone auf, indem sie mit «Vollkontakt» eine der nachhaltigsten und grössten Schweizer Untergrund-Hymnen veröffentlichten.

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Mittwoch, 20.1.2010

Dynamic Duo: Vollkontakt

Musik ist Geschmackssache. Aber bei einem Song sind sich alle Schweizer Rapfans noch heute einig: «Vollkontakt» der Band Dynamic Duo aus Luzern ist ein gigantischer Raphit - vielleicht nicht in der offiziellen Schweizer Hitparade, aber bei jeder HipHop-Party im Untergrund. Das Geheimnis des Erfolgs und der breiten Akzeptanz liegt in der multikantonalen Zusammenarbeit: Rapper Spooman kommt aus dem Bündnerland, Kollege Shape aus Basel, beide wohnen in Luzern und die Musik wurde von DJ Dimos im Aargau gezimmert. So wurde der Kantönligeist, der auch die junge Schweizer Rapszene in verschiedene Lager teilte, auf wundersame Weise überwunden.  

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Letztes Update: Montag, 25.1.2010

P-27 feat. Black Tiger «Murder by Dialect»

Der Basler Urs Baur alias Black Tiger hat den Schweizer Rap befreit. Ohne ihn würden sich die Rapper hierzulande wohl heute noch streng nach amerikanischem Vorbild abmühen, ihre spärlichen Englischkenntnissen in Reime zu packen. Versteckt zwischen den zwei englisch rappenden Kollegen von P-27 zeigte Black Tiger 1992 mit dem Song «Murder by Dialect» erstmals, dass sich auch Schweizer Dialekt prima zum Rappen eignet - und hob damit den Mundart-Rap aus der Taufe.

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Mittwoch, 20.1.2010

Sens Unik: «To The Moon Please»

Stress, der erfolgreichste Schweizer Rapper, kann froh sein, dass er in Lausanne aufgewachsen ist. Denn dort tobte anfangs der 90er die Band Sens Unik und demonstrierte schon früh, wie Rap aus der Romandie zu tönen hat.

1991 stand «Le VIème Sens», die allererste Platte von Sens Unik, auch diesseits des Röstigrabens in den angesagten Plattenläden und sorgte überall für helle Begeisterung. Rapper Carlos Leal arbeitete sich durch die rohen Beats wie eine Stichsäge durch Sperrholz - und während die einen noch dachten, beim Hit «To The Moon, Please» gehe es um Fernweh, hatten andere schon lange erkannt, dass Sens Unik mit diesem Titel schon früh andeuteten, wie hoch sie auf der Erfolgsleiter klettern wollen. 

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Mittwoch, 20.1.2010

Primitive Lyrics «Tescht»

Der erste offizielle Schweizer Mundart-Rapsong kam aus Basel. Ein bisschen länger brauchte es in Zürich, bis sich die ersten Rap-Combos aus dem Untergrund ans Tageslicht und auf die lokalen Konzertbühnen wagten. Anfang der  90er Jahre waren es Primitive Lyrics, die in selbstbewusstem Züri-Slang kritische, heikle aber auch ganz einfach unterhaltsame Themen aufs Tapet brachten. Aus heutiger Sicht klingt das alles ein wenig holprig, aber man spürt dabei auch heute noch viel Herzblut. Die beiden ehemaligen Primitive Lyrics-Männer Oliver «Baumi» Baumgartner und Koni Weber erinnern sich für DRS 3 zurück an Zeiten, als Mundart-Rap in der Schweiz langsam laufen lernte. 

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Mittwoch, 20.1.2010

Sendak «Rhymes after Rhymes»

Eigentlich war das Album der Zürcher Rap-Gruppe Sendak bereits fertig, aber die Plattenfirma meinte, es fehle noch ein richtiger Hit. Aber wie macht man aus einem rohen, eckigen Rapsong einen Hit? Mit einem soulig gesungenen Refrain. Was heute als Patentrezept den Einstieg in die Hitparade garantiert, galt in der Pionierzeit des Schweizer Raps als Hochverrat. Rap mit Gesang?! Die junge Schweizer Szene war entsetzt. Aber der Erfolg des Songs «Rhymes after Rhymes» gab Sendak recht.  

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