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Montag, 30.8.2010

Zürich OpenAir: Nach Fehlstart ein gelungenes Musikfest im Schlamm

Der Anfang war ein organisatorisches Desaster: Vier Stunden standen vollbepackte Festivalbesucher am Eingang und mussten auf den versprochenen Einlass warten. Doch die Wende kam dank grossartigem Line-up.

Mit schicken Gummistiefeln machten sich die Zürcherinnen und Zürcher an ihr neues, eigenes OpenAir. (key)

Waren die Besucherinnen und Besucher erstmal im Gelände, nach vier Stunden Wartezeit, begann die Zeit der Orientierung - Beschilderung? Fehlanzeige. «Peinlich und sicher vermeidbar», wäre das gewesen, kommentiert DRS 3-Hörerin Bettina auf Facebook.

Traubenzucker? Verboten!
Auch DRS 3-Hörer Domingo ist erbost: «Noch nie habe ich ein solch liebloses und schlecht organisiertes Festival gesehen.» Domingos Wut bezieht sich aber vor allem auf das Erlebnis seiner Freundin, die keinen Traubenzucker ins Festivalgelände mitnehmen durfte: Essen verboten!

Völlig anderer Meinung ist DRS 3-Hörerin Barbara. Es habe ja von jedem Festival mal eine erste Ausgabe gegeben, klar sei da nicht alles so gut organisiert. Sie vermutet, dass die Ablehnung vor allem daher rühre, dass das OpenAir in Zürich stattfinde.

Und dann war da viel Musik und viel Regen: Am ersten Abend feierte das Festivalpublikum in strömendem Regen vor einer der drei Bühnen - übrigens, wie man es sich von Zürcherinnen und Zürchern erwartet in auffällig schicken Klamotten.

Premiere-würdiges Line-up
Aufgetreten sind die englische Hype-Band The XX, genau so wie Indie-Helden wie Mando Diao, Placebo, Faithless oder Cobain-Witwe Courtney Loves Kapelle Hole. Und sie waren die Retter des Festivals.

Nebst dem Premiere-würdigen Line-up überzeugte auch die Soundqualität des Festivals. Obwohl der wütende DRS 3-Hörer Domingo anderer Meinung ist, überwiegen Lob für die Mischerinnen und Mischer des Festivals und die Anlage.

Eine nebst organisatorischen Schwierigkeiten gelungene Premiere - die «höchstwahrscheinlich wiederholt werden soll, wie die Organisatoren verlauten lassen. Das hofft wohl auch DRS 3-Hörerin Effie, die auf Facebook mitkommentiert hat.

«züri open air? i like»
«züri open air heisst wortwörtlich: in die musik eintauchen :) aber ab 'nem gewissen punkt is eh alles egal. und man erinnert sich GANZ sicher dran. was will man mehr? schlamm rock open air, i like!» (jam / lü)

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Die Festivalkritik von DRS 3-Musikredaktor Sascha Rossier
Hören (3:37)
Schlammschlacht am 1. Zürich Openair (Bildstrecke)
Schlammschlacht am 1. Zürich Openair
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