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Letztes Update: Mittwoch, 25.1.2012

Stummfilme: Die glorreichen Drei

Ohne Worte, schwarzweiss und auf den Hund gekommen: Mit diesem Rezept gewann «The Artist» drei Golden Globes und geht mit 10 Nominationen als Favorit ins Oscar-Rennen. Die Hommage an die Stummfilm-Ära inspirierte unseren Filmexperten Reto Baer zu Empfehlungen von Filmen ohne Worte: Diese glorreichen Drei müsst ihr gesehen haben.

Charlie Chaplin, Maria aus «Metropolis» und Cesare, den Somnambulen, aus «Das Kabinett des Dr. Caligari»

«Wir brauchten keine Dialoge. Wir hatten Gesichter!», sagt die verhärmte Diva Nora Desmond in Billy Wilders «Sunset Boulevard», dem grossen, bitteren Abgesang auf Hollywoods Stummfilmaera.

Zurück zu den Anfängen
Es ist mehr als 60 Jahre her seit Norma Desmonds bitteren Worten. Und mehr als 80, seit ein Stummfilm einen Oscar gewann. Acht Jahrzehnte lang erprobte die amerikanische Filmmetropole alle technischen Möglichkeiten, die fürs Kino überhaupt vorstellbar waren. Da gab es Technicolor, Cinemascope, Dolby Surround und – als vermeintlich letzter Hit – die dreidimensionale Digitalprojektion, kurz 3D.

Stummer Oscar-Favorit
Doch auf einmal wird das Unvorstellbare wahr: The Artist, stumm, in Schwarzweiss, und dem alten Normalformat, könnte nochmals einen Oscar gewinnen. Ein Film ohne Dialoge. Ein Film, der mit seinen Gesten und Gesichter bewegt.

Wenn ihr mit «The Artist» auch auf den Geschmack gekommen seid, hier die stumme Empfehlung von Reto Baer:

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Ohne Worte: Diese drei Stummfilme müsst ihr gesehen haben!
Hören (2:02)

Metropolis – 1927, von Fritz Lang


Reto Bär:«Als Sciencefiction-Fan staune ich über die grandiosen Bilder von 'Metropolis'. Ridley Scotts 'Blade Runner' (1982), ein anderer Lieblingsfilm von mir, ist sichtlich beeinflusst von dem frühen Meisterwerk.»


Gold Rush – 1925, von und mit Charlie Chaplin


Reto Bär: «Eine meiner absoluten Lieblingsszenen von Charlie Chaplin: Als hungerleidender Goldsucher kocht und isst er seinen eigenen Schuh. Die Schnürsenkel schlürft er wie Spaghetti. Einmalig.»


Das Kabinett des Dr. Caligari – 1920, von Robert Wiene


Reto Bär: «Für mich ist dieser Horrorfilm der faszinierendste Stummfilm überhaupt. Die expressionistischen Kulissen und ihre dramatische Ausleuchtung entfalten auch heute noch ihre ganz besondere und unheimliche Magie.»


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