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Die Schulprobleme von Buben werden im eigenen Kopf verursacht. (Keystone)

Mittwoch, 14.4.2010

Warum sind die Buben schlechter in der Schule?

Mädchen bringen bessere Noten nach Hause und machen häufiger eine Matur als Jungen, während diese öfter beim Schulpsychologen anzutreffen sind. Kritische Stimmen warnen deshalb vor einer «Krise der Jungs»: Die Buben kämen in der Schule von heute zu kurz. Der Grund liege in der „Feminisierung“ des Lehrberufs.

Zwei neue Studien widerlegen nun diese landläufige Meinung. So weist der deutsche Bildungsforscher Martin Neugebauer nach, dass die Leistungsunterschiede von Mädchen und Jungen in der Primarschule, wo hauptsächlich Frauen unterrichten, noch gar nicht existieren. Der unterschiedlichen Leistungen zeigen sich erst in der Sekundarschule und in der Pubertät.

Die Studie des Forschungsteams um Prof. Elisabeth Grünewald (Pädagogischen Hochschule Bern) und den Bildungssoziologen Andreas Hadjar (Universität Bern) zeigt nun, dass die Rollenbilder, die Jugendliche vom eigenen Geschlecht im Kopf haben, den Schulerfolg massgeblich beeinflussen.

DRS 2 erläutert die bisher unveröffentlichten Forschungsergebnisse in «Kontext» und in der «Kontext-Debatte» zum Thema.

Links

Empirische Studie: Faule Jungs und strebsame Mädchen? (Forschungsprojekt der PH Bern und Uni Bern)

Abstract der Studie (PDF) (Elisabeth Grünewald-Huber, Andreas Hadjar)

Frauen schaden Schülern nicht (Pressemitteilung zur Studie «Can teacher’s gender explain the ‘boy crisis’ in educational attainment?» dreier deutscher Forschungsinstitute)

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Kontext vom Donnerstag, 15.4.2010, 09.06 Uhr, DRS 2

Schlechte Schüler: Lehrerinnen sind nicht schuld

Mädchen schneiden in der Schule im Durchschnitt heute besser ab als Jungs und machen häufiger eine Matura. Seit Jahren werden kritische Stimmen laut, die sagen, dass - im Gegensatz zu früher - heute die Knaben in der Schule benachteiligt würden und zu kurz kämen, weil die Primarschule von Lehrerinnen dominiert würde.   Mehr

Hören (26:01)Download (MP3, 12.1MB)


Kontext vom Freitag, 16.4.2010, 09.06 Uhr, DRS 2

Die Suche nach der geschlechtergerechten Schule

Fehlalarm! An den weiblichen Lehrpersonen liegt es nach neuesten Forschungen offenbar doch nicht, dass Jungs in der Schule weniger gut sind, öfters heilpädagogischer oder schulpsychologischer Hilfe bedürfen und mehr mit schulischer Sozialarbeit in Kontakt kommen. Womit aber hat es dann zu tun?   Mehr

Hören (28:26)Download (MP3, 13.2MB)


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