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(Reuters)

Internationale Truppen für Stabilität

Die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe Isaf ist seit 2003 in Afghanistan im Einsatz. Die Truppe ist keine Blauhelm-Mission, sondern ein sogenannter «friedenserzwingender» Einsatz unter Verantwortung der beteiligten Staaten.

Die Soldaten aus den USA und anderen Nato-Staaten sollen dem Land helfen, die tiefen Wunden von Sowjetbesatzung, Bürgerkrieg und Taliban-Herrschaft zu heilen und einen sicheren Weg in eine demokratische Zukunft zu finden.

Alle Kräfte auf Afghanistan konzentrieren
Für den Westen, vor allem für die USA, ist ein erfolgreicher Wandel in Afghanistan von zentraler Bedeutung im Kampf gegen die Politik des extremistischen Islamismus von al-Qaida und Taliban.

Nachdem George W. Bush die Anstrengungen der USA in diesem Antiterror-Kampf auf den Irak konzentrierte, setzte der neue US-Präsident Barack Obama ab 2009 die Priorität klar auf Afghanistan. Stufenweiser Truppenrückzug aus dem Irak, mehr Soldaten nach Afghanistan hiess die neue Devise Barack Obamas schon bald nach dessen Amtsantritt.

So stockte Obama die Truppen in Afghanistan zunächst denn auch um 30'000 Mann auf. Das Ziel: Taliban stärker bekämpfen, aber auch die afghanischen Sicherheitskräfte ausbilden zur Fähigkeit für eigenständige Einsätze. Dies als Voraussetzung für einen Truppenabzug der USA bis 2014.

Zuerst in Kabul, dann im ganzen Land
Ursprünglich bestand die Aufgabe der Isaf nur darin, Kabul und Umgebung zu sichern. Die afghanische Regierung sollte nach der US-Invasion Ende 2001 und dem Ende der Taliban  in Sicherheit die Arbeit aufnehmen können.

Grundlage der Truppenstationierung war eine Resolution des Uno-Sicherheitsrats vom Dezember 2001. Danach wurde das Mandat mehrfach verlängert und mit einer Uno-Resolution im Oktober 2003 auf ganz Afghanistan ausgeweitet.

Erste Truppen im Jahr 2003
So wurden 2003 erstmals Isaf-Truppen im Norden des Landes stationiert, im Mai 2005 auch im Westen und im Oktober 2005 im Süden. Im Oktober 2006 übernahm die Isaf zudem das Kommando im Osten das Landes, der bisher von der Antiterror-Koalition unter Führung der USA kontrolliert wurde.

Ungleiche Verteilung der Last
Die USA tragen die Hauptlast des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan, finanziell und personell. Washington stellt etwa gleich viele Soldaten wie alle anderen 25 Nato-Staaten zusammen (dazu kommen die rund 33'000 US-Kampftruppen). Zwölf weitere Länder haben nur kleinere Truppen-Kontingente von jeweils wenigen hundert Mann stationiert.

Da sich nur ein Teil der Länder, die Isaf-Truppen stellen, direkt an offensiven Kampfhandlungen beteiligen, sind die Opferzahlen sehr unterschiedlich verteilt. Am meisten Soldaten haben die USA verloren, gefolgt von Grossbritannien und Kanada. Es erstaunt deshalb wenig, dass die USA von ihren Alliierten wiederholt einen grösseren Einsatz verlangt haben. (wuec)

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