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  • 20 Jahre Tiananmen-Massaker in China :

Donnerstag, 4.6.2009

Tiananmen-Massaker wird in China verschwiegen

Vor genau 20 Jahren wurden friedliche Studentenproteste auf dem Tiananmen-Platz in Peking blutig niedergeschlagen. Die chinesische Regierung ignoriert das Massaker weiterhin.

Die Polizei hat den Platz des Himmlischen Friedens abgeriegelt. (Keystone)

In der Nacht zum 4. Juni 1989 eröffneten Soldaten in Panzern das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten auf dem Tiananmen-Platz in Peking. Bis heute verschweigt die Regierung die wahre Zahl der Opfer. Es dürften jedoch mehrere hundert Tote gewesen sein.

Mehr Polizei
Vom Jahrestag des Massakers war in Peking selbst nicht viel zu spüren. Die Polizeipräsenz wurde zwar erhöht, doch das ist für die Bewohner Pekings nichts besonderes. Der Tiananmen-Platz wurde von Sicherheitskräften abgeriegelt und ausländische Journalisten wurden nicht auf den Platz gelassen.

Keine Reaktionen von der Bevölkerung
Auch die staatlich kontrollierten chinesischen Medien ignorierten den Jahrestag. Einem Aufruf von Exil-Dissidenten, als Zeichen der Trauer weisse Kleidung zu tragen, folgte nach ersten Erkenntnissen niemand.

Internet-Zensur verschärft
Bereits am Mittwoch hatten die Behörden die Zensur des Internets verschärft und tausende Blogs, Foren und Kommunikationsportale wie Twitter und Flickr gesperrt. Damit sollte eine Diskussion über die blutige Niederschlagung der Studentenproteste verhindert werden.

Forderung nach Untersuchung
Zum Jahrestag des Massakers auf dem Tiananmen-Platz forderte das US-Parlament China auf, alle politischen Gefangenen freizulassen. Das Parlament verlangt zudem, dass das Geschehen von einer Uno-Kommission untersucht wird.

Solidarität von Schweizer Parlamentariern
In der Schweiz trugen rund 80 Parlamentsmitglieder während der Session eine weisse Rose auf der Brust. Mit diesem Zeichen protestierten sie gegen den Umgang der chinesischen Regierung mit dem Massaker.

Gut 40 Schweizer Politiker unterzeichneten auf dem Berner Bundesplatz Postkarten zuhanden des chinesischen Botschafters. Mit ihrer Unterschrift zeigen sie sich besorgt, dass die Geschehnisse von 1989 bis heute nicht aufgeklärt worden seien. (cdm, jpb, ap/sda)

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Audio-Beiträge:


Die Mütter der Opfer des Tiananmen-Massakers (Urs Morf, 4.6.2009)
Hören (4:36)

Fernost-Korrespondent Urs Morf: «Vom Jahrestag ist in Peking kaum etwas zu merken.» (Daniel Knoll, 4.6.2009)
Hören (3:28)

Die Chronologie der Ereignisse vor 20 Jahren. (Urs Morf, 4.6.2009)
Hören (6:29)

Peter Achten berichtete vor 20 Jahren für Schweizer Radio DRS aus Peking. (Daniel Knoll, 4.6.2009)
Hören (6:02)

Tiananmen und die Studenten von heute. (Urs Morf, 4.6.2009)
Hören (3:42)

Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


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