(keystone)
Die drei Irakkriege - 1980, 1990 und 2003
Unter der Diktatur Saddam Hussein hat der Irak drei Kriege erlebt. Während der Iran-Irak-Krieg in den 80er Jahren von der Weltpolitik wenig beachtet wurde, erregten die folgenden Kriege grosses, internationales Aufsehen.
1980 fiel die irakische Armee im Iran ein - ein weiterer Höhepunkt der jahrhunderte alten Konflikte zwischen den Persern und Arabern. Saddam Hussein wollte sich die iranischen Gebiete sichern - der Krieg endete schliesslich ohne Sieger, mit einem Waffenstillstand.
Als Husseins Armee ein paar Jahre später in Kuwait einfiel, reagierte die internationale Staatengemeinschaft. Mit Unterstützung der UNO griffen die USA in den Krieg ein: «Operation Desert Storm» begann, mit hohen Verlusten auf beiden Seiten. Der Krieg endete 1991, Saddam blieb an der Macht.
Über zehn Jahre später, in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003, begann die US-amerikanische Militäroperation «Operation Iraqi Freedom» zum Sturz des Regimes von Saddam Hussein. Seither sind zehntausende Menschen in Irak getötet worden. Obwohl die USA den Krieg am 1. Mai 2003 für beendet erklärten, ist ein Ende des blutigen Konflikts nicht abzusehen. Massenvernichtungs-Waffen, der offizielle Grund für den dritten Krieg im Irak, wurden nie gefunden.
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